07. Oktober - 25. November 2026

Jasmin Ramadan

Schreiben aus der Erinnerung – die eigene Kindheit literarisch erzählen

Online per zoom

 







Alexa Hennig von Lange

JASMIN RAMADAN


studierte Germanistik und Philosophie. Ihr literarisches Debüt gab sie mit dem Roman »Soul Kitchen«, der als literarische Vorgeschichte zum gleichnamigen Film von Fatih Akin entstand. 


Bis heute hat sie sieben Romane veröffentlicht. Seit 2018 schreibt sie regelmäßig Kolumnen für die taz. 2020 war sie für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert. Zudem erhielt sie ein literarisches Stipendium in Brasilien, wo sie zeitweise arbeitete und schrieb. 


Zuletzt erschienen 2023 und 2025 ihre Romane »Auf Wiedersehen« und »Reality« bei Weissbooks. Darin zeichnet Ramadan Porträts von Menschen, deren innere Ordnung durch private Veränderungen und gesellschaftlichen Druck ins Wanken geraten. 


Jasmin Ramadan lebt und arbeitet in Hamburg.

Was ist das schönste Erlebnis aus Ihrer Kindheit? Was ist Ihre allererste Erinnerung? Was hat Sie damals bewegt und was begleitet sie davon heute noch? Wie viel wissen Sie überhaupt noch von früher? Und ist es nicht so, dass einem immer mehr einfällt, je länger man darüber nachdenkt. Als wäre die eigene Kindheit ein Schatz, der nur darauf wartet, das wir ihn heben. 


Gemeinsam wollen wir uns in diesem Seminar auf diese Reise begeben. Im Mittelpunkt steht das fiktionale Erzählen der eigenen Kindheit: das Verwandeln, Verschieben und Zuspitzen von Erinnerung hin zu einer Prosa, die so lebendig ist wie das Erinnern selbst.


Die eigene Kindheit ist ein reicher Fundus an Bildern, Stimmungen und Geschichten, die oft genug Schriftstellerinnen und Schriftstellern als Grundlage für ihre Prosa dient. Man denke etwa an den Roman »Kindheit« von der dänischen Schriftstellerin Tove Ditlevsen, der Teil ihrer autofiktionalen Kopenhagen-Trilogie ist und in dem sie eindringlich von ihrem Aufwachsen in einem Arbeiterviertel Kopenhagens erzählt, ihrem frühen Wunsch, Dichterin zu werden. Andere, die aus ihren Kindheitserinnerungen Romane gemacht haben, sind etwa die Literaturnobelpreisträgern Annie Ernaux oder auch Karl Ove Knausgård in »Sterben«. Hier ließen sich noch unzählige andere Beispiele nennen, denn die Kindheit scheint für viele ein reicher Fundus an Geschichten zu sein, aus dem sich viel erzählen lässt.


Doch wie wird aus all diesen Erlebnissen erzählenswerte Prosa? Wie entstehen Texte aus dem, was wir erinnern, die sich genau so lebhaft und spannend lesen, wie einem die Kindheit in der Retrospektive erscheint? 


In diesem Seminar lernen Sie, wie Sie Autobiografisches literarisch gestalten können. Ausgehend von der eigenen Kindheit erarbeiten wir Techniken der Verdichtung, Perspektivierung und Fiktionalisierung. Ziel ist es, Texte zu entwickeln, die nicht nur erinnern, sondern erzählen – präzise, anschaulich und mit literarischer Eigenständigkeit. 


Dieses Seminar findet online per zoom statt. Es sind insgesamt acht Termine, die jeweils von 19 bis 21 Uhr gehen. Das Seminar startet am 07. Oktober 2026 und findet dann bis einschließlich 25. November 2026 jede Woche mittwochs statt. Sollten Sie an einem der Termine mal nicht können, so erhalten Sie von der Dozentin die Informationen darüber, was an diesem Termin besprochen wurde und haben die Möglichkeit, die versäumten Aufgaben nachzuholen. 



ZEIT: 07.10. bis 25.11.2026, acht Termine, jeweils 19 bis 21 Uhr

KOSTEN: 339,00 € (inkl. MwSt.)

MAXIMALE TEILNEHMERZAHL: 12







Foto: axel anselm woesler