14. / 15. November 2026

Maren Wurster

Der Trost des Schreibens oder: Von Verlusten erzählen 

Hamburg

 







Alexa Hennig von Lange

MAREN WURSTER


geboren 1976 in Filderstadt, ist freischaffende Autorin.  Sie studierte Philosophie, Germanistik und Filmwissenschaft in Köln und Literarisches Schreiben in Leipzig. Bisher hat sie drei Romane, zwei Sachbücher und eine Anthologie veröffentlicht.


Marens Texte sind autobiografisch motiviert. In »Papa stirbt, Mama auch« und »Totenwache« hat sie sich mit dem Abschied von ihren Eltern auseinandergesetzt. Ihre Gehbehinderung ist Thema des Essays Jenseits der Vollkommenheit, der in »Psychologie heute« erschien. 


Aktuell schreibt sie zusammen mit den Schriftstellerinnen Franziska Hauser und Janina Hecht an einem Buch über Trennungen. 


2022 lud Maren andere Schriftsteller:innen zu einer »Archäologie des Verlusts« ein. Die Texte und Performances wurden in der Volksbühne Berlin uraufgeführt. Ebenfalls dort kuratierte sie 2024 das Festival »Ost*West*frau*«. Zuletzt unterrichtete sie Literarisches Schreiben in Hildesheim. 


Maren lebt mit ihrem Sohn im Wendland. 



www.archäologie-verluste.de

Wir verlieren nicht nur Regenschirme und Zähne. Wir verlieren unsere Arbeit, wir verlieren geliebte Menschen, den Glauben, unsere Heimat. Manchmal müssen wir Abschied nehmen von einer Selbstverständlichkeit. Manchmal zeigt uns unser Körper seine Vergänglichkeit auf.  


Verluste sind oft schmerzhaft, denn sie führen uns nahe an uns selbst heran. 


Das Seminar lädt dazu ein, über Verluste zu schreiben. In einem geschützten Rahmen nähern wir uns diesen Erfahrungen literarisch an. Denn Verluste drängen danach, erzählt zu werden. Zugleich haben wir Hemmungen, sie zu zeigen. Wie also vorgehen, wie anfangen? 


Zunächst machen wir assoziative Übungen, um ins Schreiben zu kommen. Dann probieren wir verschiedene Wege des Erzählens aus, direkte und verschlungene. Wir finden heraus: Was möchte ich in meinem Schreiben freilegen – und was nicht? Ist ein fiktionaler Ansatz für mich sinnvoll? Wie schreibe ich mich selbst in den Text? Wie gehe ich mit anderen um? Wie finde ich Leichtigkeit und Freude?


Und so schmerzhaft jeder Verlust auch ist, es steckt doch Hoffnung darin. Denn er eröffnet oft etwas Neues: eine andere Perspektive, eine Entwicklung, ein neues Ich. 




ZEIT: 14. bis 15.11.2026, jeweils von 10 bis 18 Uhr

KOSTEN: 289,00 € (inkl. MwSt.)

MAXIMALE TEILNEHMERZAHL: 12

ORT: Nernstweg 32, 22765 Hamburg








Foto: Christian Schulz